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Naturschutz in den Rohstoff-
gewinnungsstätten der Krieger Gruppe

 

„Nachhaltigkeit bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart auf verantwortungsvolle Weise so zu decken, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden.“


Diesem Grundprinzip fühlt sich die Krieger Gruppe als familiengeführtes Unternehmen bereits in 4. Generation in allen seinen Geschäftsfeldern verpflichtet. Wir verstehen uns als nachhaltiges, leistungsstarkes Unternehmen, das Verantwortung trägt und im gesellschaftlichen Handeln als verlässlicher Partner agiert. Es entspricht diesem Selbstverständnis, unsere Grundprinzipien des nachhaltigen Handelns auch auf die großen Herausforderungen des Klimawandels und des Verlustes der Artenvielfalt anzuwenden.

Naturschutz und Rohstoffgewinnung –
ein Widerspruch?

Bei der Rohstoffgewinnung stehen selbstverständlich – wie bei allen anderen Formen des wirtschaftlichen Handelns auch – die ökonomischen Aspekte sowie die Deckung des lokalen gesellschaftlichen Bedarfs an mineralischen Roh­stoffen im Vordergrund. In einem Aspekt unterscheidet sich jedoch unser wirtschaftliches Handeln: durch die Gewinnung von Rohstoffen schaffen wir an unseren Standorten wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. Unsere Industrie leistet damit einen bedeutenden Beitrag zum Artenschutz in Mitteleuropa.


So funktioniert beides nebeneinander

Rohstoffgewinnung zerstört keine Landschaft, sie wandelt Landschaft um und schafft neue Standortverhältnisse. Die ursprünglich vorhandenen Landschafts­elemente, wie Gehölze oder landwirtschaftliche Nutzflächen weichen nährstoff­armen Offenlebensräumen und Rohbodenstandorten mit kleinen, sonnen­exponierten Flachgewässern und Brachflächen mit freier Vegetations­entwicklung.

Diese neuen Standortbedingungen erlauben es einer neuen Artengemeinschaft, unsere aktiven Rohstoffgewinnungsstätten zu besiedeln. Darunter befinden sich zahlreiche Pionierarten, also Tiere und Pflanzen, welche auf die Besiedlung genau solcher Rohbodenstandorte spezialisiert sind. Ursprünglich kamen Pionierarten in den ausgedehnten Flussauen vor, wo durch wiederkehrende Hochwasserereignisse entsprechende Sand- und Kiesbänke freigelegt wurden. Durch Flussregulierungen verschwanden diese Lebensräume in Mitteleuropa jedoch fast vollständig, und die mit ihnen verbundenen Pionierarten sind inzwischen sehr selten geworden.

Die wirtschaftlichen Aktivitäten bei der Rohstoffgewinnung ahmen genau solche natürlichen Prozesse nach, die Lebensräume für Pionierarten schaffen. Somit finden diese Arten heute in unseren Gewinnungsstätten bedeutende Ersatzlebensräume und zählen hier sogar zu den Charakterarten. Beispiele für Pionierarten sind Amphibien wie die Gelbbauchunke und die Wechselkröte, oder Brutvogelarten wie der Flussregenpfeifer und die Uferschwalbe.

Durch die fortlaufende Rohstoffgewinnung ist über die gesamte Betriebszeit der Gewinnungsstätte gewährleistet, dass entsprechende Lebensraumbedingungen für Pionierarten und andere seltene Gäste ununterbrochen zur Verfügung stehen. Somit sind die Populationen dieser Arten an unseren Standorten über viele Jahre – teilweise sogar Jahrzehnte – stabil und gesichert.


Wertvolle Lebensräume für
seltene Tier- und Pflanzenarten
 

Artenvielfalt
für seltene Pionierarten

Artenvielfalt an den rohstoffgewinnenden
Standorten der Krieger Gruppe

In den Rohstoffgewinnungsstätten der Krieger Gruppe kommen zahlreiche seltene und gefährdete Arten vor, deren Schutz und Erhaltung wir uns gerne annehmen. Das entsprechende Arteninventar ist abhängig vom geographischen Kontext und dem Lebensraumspektrum der Gewinnungsstätte und gestaltet sich somit für jeden unserer Standorte etwas anders. Neben den Rohboden­standorten mit ihren klassischen Pionierarten sind es insbesondere die schütter bewachsenen, mageren Ruderalfluren sowie die Uferstrukturen unserer Bagger­seen, die eine hohe Vielfalt an seltenen und bedrohten Arten aufweisen. Auch diesen Bereichen gilt daher unser besonderes Augenmerk.

Die Qualitätsstandards, die wir in der Krieger Gruppe an unsere hochwertigen Baustoffe und an deren Produktionsprozesse stellen, wenden wir auch in Bezug auf das Management der Artenvielfalt in unseren Gewinnungsstätten an. Zu den bei uns vorkommenden Beständen wertgebender Arten und zu deren Ent­wicklung werden im Rahmen eines Monitorings in regelmäßigen Abständen Daten nach wissenschaft­lichen Standards durch ausgewiesenes Fachpersonal erhoben. Diese wissen­schaftlichen Daten bilden die Basis für unser gezieltes Naturschutz­management, das somit standort- und artspezifisch erarbeitet und umgesetzt wird.


Aktivitäten zum Naturschutz an den Standorten der Krieger Gruppe

Allein durch unsere wirtschaftlichen Aktivitäten weisen unsere Gewinnungs­stätten bereits eine hohe Bedeutung für den Naturschutz auf. Aufgrund unserer Verbunden­heit zu den Grundsätzen nachhaltigen Handelns sehen wir uns in der Krieger Gruppe dazu angehalten, diesen Wert durch gezielte, freiwillige Maßnahmen zu erhöhen.

Zur weiteren ökologischen Aufwertung streben wir daher für die Gewinnungs­stätten der Krieger Gruppe lokale Partnerschaften mit dem ehrenamtlichen Naturschutz an. Auf diese Weise wollen wir unser eigenes biologisches Wissen und unsere technischen Möglichkeiten mit dem Erfahrungsschatz lokaler Experten verknüpfen.

Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, auf unseren Flächen neben der Rohstoff­gewinnung einen möglichst großen und auf die lokalen Bedingungen abgestimmten Nutzen für den Naturschutz zu erreichen. Um die Naturschutz­aktivitäten an den einzelnen Standorten der Krieger Gruppe zu strukturieren, werden in den kommenden Jahren für alle rohstoffgewinnenden Standorte Biodiversitäts-Managementpläne erstellt. Diese Managementpläne legen standortspezifisch fest, welche Maßnahmen im Jahresverlauf durchgeführt werden. Durch eine fachliche Begleitung vor Ort wird zudem gewährleistet, dass höchste fachliche Standards bei der Maßnahmendurchführung angesetzt werden. Das Maßnahmenspektrum beruht auf konkreten biologischen Erhebungen an den einzelnen Standorten. Der Erfolg für den Naturschutz wird durch ein fortlaufendes Monitoring sichergestellt.